Kirchenmusik

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Carl Philipp Emanuel Bach

1714 – 1788        

Sonata per il Flauto traverso solo senza Basso, Wq 132, Berlin 1747

Poco adagio – Allegro – Allegro

 

 

Giovanni Battista Degli Antonii

1636-1698

Ricercata Nr. 5 und 6

aus ‘Ricercate sopra il Violoncello o Clavicembalo’, Bologna  1678

 

 

Johann Sebastian Bach                                              

Suite Nr. 4, BWV 1010

Prélude–Allemande–Courante–Sarabande–Bourrée I und II–Gigue

aus ‘6 Suites à Violoncello solo senza basso’, um 1720

 

 

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In der späten Renaissance fingen venezianische Musiker an mehrstimmig angelegte Musik auf Soloinstrumentalstimmen zu reduzieren. Es handelte sich um 'Ricercate' - Sätze im präfugalen Stil - von den Zeitgenossen wohl eher als eine ornamentierte Gregorianik aufgefasst. Im Barock fand eine Übergang vom schwebende Rhytmik der Kirchengesang zu konkret ausgeschriebene Sätze in 3- oder 4-Takt statt, und Tanzelemente wurden hinzugefügt. Hinter der 1687 in Bologna erschienene 'Ricercate sopra il Violoncello' steht ein Organist namens Giovanni Battista Degli Antonii. Seine grandiose und mehrheitlich um Primzahl-Strukturen akribisch ausgearbeitete Sammlung hat nie einen festen Platz in der Cellorepertoire eingenommen. Schon als sie 1687, im Druck erschienen waren sie veraltet - überholt von eine modernere, gesanglichere Musik. Sie sind Relikte aus der Frühzeit des Cellorepertoirs, wo es für eine kurze Zeit so aussah als ob würde sich diese in eine ganz andere Richtung entwickeln.

 

In Johann Sebastian Bachs um 1720 entstandene Solowerke für Streicher kommen vielfältige Einflüsse und Stilarten des Barock zum Ausdruck: freie Präludien, französische Ouvertüren, Fugen, Toccaten und diverse Tanzformen im italienischen und französischen Stil. Bach hat vermutlich diese Sammlung in Weimar um 1715 angefangen zu komponieren und erst 10 Jahre später in Leipzig abgeschlossen. Die konkrete Feststellung des Instrumentariums ist heute schwer nachzuvollziehen, da sich in dieser Zeit die Gruppe des "kleinen Bassinstruments" veränderte und Bach häufig verschiedene Violoncelli gleichzeitig einsetzte.

 

Carl Philipp Emanuel Bach wurde 1741 zum Hofcembalisten Friedrich II in Potsdam ernannt. Hier schrieb er neben Werken für seinen traversflötenspielenden Arbeitgeber u.a. mehr als 300 Cembalosonaten, jedoch keine einizige Sonate für Cello - eine legitime Gelegenheit also, um seine 'Solosonate für Traverso' hier für das Cello zu adaptieren, zumal es Friedrich der Große selber war, der im Jahr 1773 den französischen Cellisten Jean-Pierre Duport holen würde, damit sein Neffe und Nachfolger, König Friedrich Wilhelm II., dieses Instrument erlernen konnte.

 

 

Ludwig Frankmar (*1960) war in seiner Heimatstadt Malmö Schüler von Guido Vecchi, und war als Orchestermusiker an der Barcelona Oper und als Solocellist der Göteborger Oper tätig, sowie, nach Studien bei Thomas Demenga an der Musik-Akademie Basel, als Solocellist der Camerata Bern. Als er 1995 den Orchesterberuf verließ beschäftigte er sich zuerst v.a. mit zeitgenößischer Musik. Kontakte und Zusammenarbeit mit Kirchenmusikern führten ihn zur Alten Musik und zur historischen Aufführungspraxis. Neben Solokonzerten ist er auch Mitglied der Ensemble der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Berlin-Lankwitz. Er spielt ein fünfsaitiges Barockcello, gebaut von Louis Guersan (Paris, 1756).

Pfarrerin i. R. R. Höppner


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Der besondere Dank für Hundert Stimmen 2019

Caroline Köhler (Buckau)

Jörg Radke (Buckau)

Petru Brinzei (Salbke)

Ingrid Lange (Salbke)

Carmen Schulze (Fermersleben)

Andreas Krämer (Westerhüsen)

Ulrike Herbert (Magdeburg. Gospelchor)

Alexander Fälsch (Buckauer Kunst- und Kultur-Dilettanten e.V.)

Giselher Quast (Domprediger i.R.)

Hans-Ulrich Eckhardt (Haldensleben)

Heike Klein (Haldensleben)

Familie Steinke (Haldensleben)

Norbert Grotjohann, Ulrike Grotjohann (Haldensleben)

Robert Neumann (Haldensleben)

Matthias Simon, Karen Simon-Malue (Haldensleben)

Astrid Seifert, Petra Huth (Kulturamt Haldensleben)



14.12.2019 Buckau. Foto: Steffi Pretz 



14.12.2019 Buckau. Foto: Sven Kulick



07.12.2019 Haldensleben. Foto: Sven Kulick